Es gibt ein gutes Dutzend immer wieder genannter Ursachen dafür, dass Menschen sich nicht richtig auf ihre Aufgaben konzentrieren können.

Eine der recht weit verbreiteten Ursachen dafür liegt in der Prokrastination – im Volksmund auch gerne und ziemlich treffend als „Aufschieberitis“ bezeichnet.

Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, an dieser Schwäche zu arbeiten, um die Konzentration auf die jeweils anstehenden Aufgaben wieder zu verbessern.

Prokrastination ist eine ernsthafte Störung

Manche halten das Auf- und Verschieben von Aufgaben nur für eine charakterliche Schwäche oder noch flacher simpel für Faulheit. In Wirklichkeit ist die Prokrastination, wenn sie in größerem Ausmaß passiert, ein ernsthaftes und pathologisches Problem der Selbststeuerung, für das es in großen Kliniken wie beispielsweise in der Uniklinik Münster (WWU) Angebote für professionelle psychologische Hilfe gibt.

Das Aufschiebeverhalten kann aber sowohl private Alltagsaktivitäten als auch schulische und berufliche Tätigkeiten betreffen. Wenn man sich auf etwas konzentrieren müsste, schleichen sich immer wieder Gedanken an schon (zu) lange aufgeschobene Aufgaben ins Denken ein und verhindern damit die optimale Konzentration auf die gerade anstehende Aufgabe.

Realistische Aufgabenplanung hilft gegen die Aufschieberitis

Wer stark betroffen ist, findet bei entsprechenden Fachleuten Hilfe durch Beratung oder Gruppentherapie. Man kann aber auch, besonders in weniger schweren Fällen, selbst etwas gegen die Aufschieberei tun.

Ein gutes Hilfsmittel dabei ist eine ToDo-Liste, die alle zu erledigenden Aufgaben enthält. Besonders gut dafür geeignet sind regelrechte Aufgaben-Verwaltungen, wie sie zum Beispiel im Mailprogramm Outlook aus Microsoft Office integriert sind. Bei längerfristigen Aufgaben kann auch ein guter Terminkalender bei der Strukturierung seiner Aufgabenplanung helfen. In Microsoft Office ist sogar schon eine echte ToDo-App integriert.

Dabei ist es besonders wichtig, mit realistischen Einschätzungen der Prioritäten der einzelnen zu erledigenden Tätigkeiten zu arbeiten, um letztlich entsprechende Erfolgserlebnisse zu erreichen.

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